Der erste Inseltrip begann fast mit einer Katastrophe und war mit Freude und Traurigkeit überschattet.
Der Flug nach Roxas mit der Philippine Airlines endete fast in einer Katastrophe.
Die Maschine startete in Roxas 2 x durch und landetet schließlich angeblich wegen überfluteten Roxas Landebahn in Iloilo 150 Km entfernt von unseren eigentlichen Ziel. Meinen Gästen und mir zitterten die Knien als wir in Iloilo ausstiegen. Wie in Philippinen üblich läst man da die Passagiere alleine, denn ab jetzt heißt es, seht zu wie Ihr nach Roxas kommt. Natürlich schafften wir es mit 3 stündiger Verspätung und zusätzlich 50 € extra für einen klein Bus.
Aber die Freude war groß als ich am Zielort, Nelvin, Eiza, Mabel und Jim Jim sah die alle Dank Ihrer Hilfe operiert werden konnten. Sie sahen wirklich gut aus. Auch Prof. Pfarrer Groß und die anderen Gäste waren angetan vom Aussehen.
Aber auch Jerico war mit seinen Eltern gekommen. Er sah schrecklich aus. Nur noch ein Skelett und die vielen Krebswucherungen in seinen Körper waren übergroß gewachsen.
Wir sahen uns alle an und mussten Jerico werden wir nächstes Jahr nicht mehr sehen. Er war dem Heimgang zu unseren Herrgott sehr nahe. Aber auch die Mutter machte keinen guten Eindruck. Sie war sehr, sehr dünn denn auch Ihre Nierenerkrankung war fortgeschritten.
Die Bilder von Jerico und seiner Mutter verfolgten mich sehr lange und ich träumte auch Nachts davon. 2 Tage später fuhren wir zu unserer 2 Station zu den Schwestern vom Orden ,,Mensa Dominik,, .
Schwester Rufina erwartete uns schon in Iloilo in der Robison-Mail um uns zu unseren
Quartier zu bringen. Am anderen Tag besuchten wir die Leprastation und dieser Besuch war etwas Erfreuliches. Die Kindergarten/Schulkinder, der Kranken sangen einige Lieder und Tanzten für uns.
Sr. Rufina und der dort wohnende und arbeitende Pfarrer Enteng führten uns durch die Leprastation die sehr sauber und gepflegt war. Als Sr. Rufina in einen Krankentrakt erklärte wir seinen aus Deutschland und die Absender der Pakete kam Hektik und Unruhe auf. Viele liefen zu Ihren Schränken und zeigten uns was Sie aus den Paketen bekommen haben. Hier wusste ich, Ihre Spenden wurden hier gebraucht.
In der letzten Unterkunft vielen mir 2 Kranke besonders auf. Ein 14 jähriger Junge der von oben bis unten Verbunden war und traurige Augen hatte und ein 13 jährigen der neben die Lepra noch ein entstelltes Gesicht hatte. Auf meine Frage warum er nicht operiert wird war die Antwort war klar und deutlich. Erst muss die Leprakrankheit geheilt sein dann kann man Ihn operieren. Nach dem Besuch der Leprastation fuhren wir zum Quartier, packten unser Koffer fuhren noch einmal in der Stadt zum Abschlussgespräch und Essen. (Da einer aus unserer Gruppe krank war mussten wir unsere Rückfahrt nach Manila ändern. Anstatt mit den Schiff mussten wir wieder das Flugzeug nehmen. Diesmal nahmen wir eine andere Airline.) Anschließend mussten wir uns zum Flugplatz begeben.
Der Abschied von den Schwestern war sehr herzlich.
Natürlich begaben wir uns mit gemischten Gefühlen an Bord. Vor einigen Tagen hätten wir fast eine Bruchlandung gemacht. Kurzum wir sind gut in Manila gelandet und kamen direkt in die Raschauer.
3,5 Std. brauchten wir mit dem Taxi nach Hause. (Normal 40 Minuten)
Zuhause angekommen war ich nicht nur KO sondern auch mein Handy war verschwunden.
Was in Philippinin eine Katastrophe ist. Sämtlichen philippinischen Nummern waren auf einen  Schlag weg. Mir blieb nichts anderes übrig und musste eine neue Simskarte kaufen. Zum Glück hatte ja Frau Ruhloff auch ein Handy und einige Nummern konnte ich übernehmen.
Manila bedeutet nicht nur Arbeit sondern  durch warten bedingt, da hier  nur eine Untersuchung pro Woche pro Kind ist.




4 )
Mittlerweile kam auch der erste Kranke den ich nach Manila bestellt hatte an. Es war Arnold mit seiner Mutter und großer Schwester. Die Schwester musste mit nach Manila da die Mutter weder lesen noch schreiben konnte. Arnold ist 4 Jahre alt und sieht aus wie 6 Mon. Wie sich herausstellte ist er nicht nur Hodenkrank sondern hat noch andere Krankheiten.
Felicimo ist das erstemal operiert und man wartet, bis der Verband ab ist um zu schauen ob er noch einmal unters Messer muss. Samstag hatte ich Cecile im  Hospital besucht. Im Zimmer war eine so schlechte Luft, das meine Frau Delia, selbst Krankenschwester das Zimmer verlassen musste.
Auch bei Cecile ist es so.
Die erste Operation ist sehr gut verlaufen. Aber hier kann man erst in 4-6Wochen sehen ob noch eine weitere große oder 2 kleine Operationen gemacht werden müssen. Auch Myles soll auch diese Woche endlich operiert werden. Jeven und Jetrol müssen nicht nur von der TBC geheilt werden sondern sie müssen erst 2-3Kilo zunehmen bevor Sie operiert werden können.
Manchmal glaube ich dass Irgendeiner immer Schicksal spielt.
So war es auch letzten Montag.
Ich wollte in der Mega-Mail gehen um einen Computertisch zu kaufen, da kam wir ein Ehepaar mit einen ca. 2 Jahre alten Jungen entgegen und dieser war fürchterlich im Gesicht entstellt. Da ich alleine war und weder englisch noch die Landessprache kann. Unterhielten wir uns mit Händen und Füßen. Wie immer stellte sich heraus Sie hätten leider kein Geld für diese wichtige Operation.
Ich bestellte Sie zum nächsten Tag zum Apartment. Zu meiner Überraschung waren Sie pünktlich um 4 Uhr an unsere Tür. Da zufällig auch Father Archie und einige unsere Gäste da waren konnten Sie mit eigenen Augen sehen wie entstellt Jushua (2 Jahre alt) war.
Alle 3 machten einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck. Ich schickte die Familie Rosales für Freitag zu Sr. Martilde, die ja alles weitere veranlasst.
Ich selbst bin jetzt alleine da meine Frau und unser Gast Herr Schledorn gestern nach Hause geflogen sind. Ich selbst werde Freitagfrüh nach Davao fliegen um dort Paters Bens eigene Projekte zu besichtigen. Dort in Mindanao ist mein Gastgeber Pater Franke von den Steylern der auch Pater Beltrans Professor war.

Drücken Sie mir bitte die Daumen, das der Flug besser verläuft als der nach Iloilo.

Herzliche Grüße aus Manila

Ihr Lutz Ruhloff

Besucher seit dem 25.07.2011