Liebe PHILGER-Freunde,

so langsam habe ich mich wieder in Manila eingelebt; es ist nicht einfach bei dem vielen Lärm bei Tag und bei Nacht und die schwüle Hitze. Man merkt doch, dass man keine 20 mehr ist. Was nützen die vielen Pläne, die man schon zu Hause erstellt hat, aber die Realität sie hier in Manila einholt.

Beim ersten Besuch bei Sr. Martilde erfuhr ich, dass zwei (Felisimo u. Joshua aus Romlon) nicht angemeldete Kinder mich morgen besuchen kommen und um Hilfe bitten möchten. Auch Bischof Juanich, unser Freund, hält sich schon in Manila auf und hat Cecile mitgebracht.

Mich schaudert es schon vor den nächsten Tagen. Alles kommt schneller, als es mir lieb war.
In der Tat waren es erbärmliche Kreaturen mit den entstellten Gesichtern. Plötzlich stand auch die Mutter mit dem kleinen Jevin (10 Mon.) im Apartment. Seine Geschwulst um die Nase herum wird von Tag zu Tag  größer, so berichtet die Mutter. Aber auch Jevin hat TBC und diese muss erst einmal auskuriert werden, bevor er operiert werden kann. Und zu meiner großen Überraschung stand auch unser Freund, Pater Beltran, mit seiner Sekretärin und meinem Patenkind im Raum. So viele Stühle hatte das Apartment von Father Archie gar nicht.

Natürlich erfuhr ich bei einem langen Gespräche und reichlich Kaffee und Kuchen von Sr. Martilde noch andere gute und weniger gute Neuigkeiten.

Mit Mylli sind große Probleme entstanden da sie sich immer das Pflaster von den Lippen abreißt. Werde dieser Tage mit der Mutter ein ernstes Wort reden müssen. - Jerico geht es sehr schlecht, und er wird wahrscheinlich dieses Jahr nicht überleben .Seine Tumore werden immer größer. Er kann schon nicht mehr schlucken und  laufen. Beten wir gemeinsam fuer eine kurze und möglichst schmerzfreie Zeit.
Unser Sorgenkind Jowela geht es sehr schlecht, die Eltern kümmern sich nicht um ihr krankes Kind und haben es einer unqualifizierten  Hilfskraft überlassen. Ich werde die kleine früher oder später sehen, da sie zum 6. mal operiert werden muss. Es graust mir jetzt schon. Erfreulich ist, dass es Bryan, der ja ein Loch im Herzen hatte, sehr gut geht und er zum kleinen Wildfang heranwächst. Auch Gulimer, der  eine Wasserblase am Kopf hatte, soll es gut gehen. Auch Ihn werde ich sehen, da er zur Nachuntersuchung nach Manila kommen muss. - Mitte Februar soll noch Jason und Jetol von Palawan nach Manila kommen.
Ich weiss, dass wir nicht allen helfen und die ganze Welt nicht retten können. Lassen sie es uns aber versuchen, so vielen wie möglich ein menschenwürdiges Dasein zu geben. DANKE!


Das war’s erst mal aus der faszinierenden Moloch-Stadt Manila.

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